Von Beginn bis heute

2008 gegründet, existierte die Idee zur Initiierung eines Freundeskreises bereits seit längerer Zeit. Viele engagierte Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten hatten zuvor der Jüdischen Gemeinde ihre Unterstützung angeboten. Um diesem Engagement für die Jüdische Gemeinde einen festen Platz einzuräumen, haben wir den Freundeskreis gegründet. In unserem Verein engagieren sich Christliche Kirchen, karitative Organisationen, Privatpersonen, Schulen, Verwaltungen, Parteien, Landes- und Bundespolitiker.

Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass das jüdische Leben im Kreis Unna wieder normaler Alltag wird. Wir unterstützen die Jüdische Gemeinde bei ihrer Arbeit und freuen uns, dass sie bereits so viele Mitglieder zählt. Zunächst beschränkte sich die Arbeit des Freundeskreises auf die Unterstützung und Ausrichtung von Konzerten, Gedenkveranstaltungen, Begleitung der Stolperstein-Verlegungen und weiteren Projekten der Jüdischen Gemeinde.

Gleichzeitig wuchsen neue Ideen heran: Gemeinsam mit dem städtischen Arbeitskreis „Jüdisches Leben in Unna“ widmeten sich einige Mitglieder der Erinnerungskultur in Unna: Die digitale Welt soll nun auch hier Einzug halten. Favorisiert wird seitens des Freundeskreises die Möglichkeit der Nutzung sogenannter QR-Codes. Sie eröffnen neue Möglichkeiten, historische Hintergründe und das Wissen um die geschichtliche Verantwortung auf ganz neuen Wegen intensiv und umfangreich zu transportieren. Die Nutzer von Smartphones sollen zukünftig anhand einer Stele mit entsprechendem QR-Code tief in die Historie des Judentums in Unna eintauchen können.

Wir unterstützen die Gemeinde weitergehend auch in anderen für sie relevanten Fragen.

Als ein Beispiel sei hier der Wunsch der hier lebenden älteren Gemeindemitglieder genannt, nach ihrem Tod die Möglichkeit zu haben, auf dem Jüdischen Friedhof in Unna bestattet zu werden.

Auch hier ist uns die würdevolle Atmosphäre ein herzliches Anliegen: In einer Reihe historischer Denkmäler war ein Grabstein umgefallen und zerbrochen. Um den Gesamteindruck des Ensembles zu erhalten, hatte Jürgen Düsberg angeregt, den zerbrochenen Grabstein wieder zusammenzusetzen und nach Rücksprache mit der Jüdischen Gemeinde und dem Friedhofsamt im April 2014 wieder aufstellen zu lassen. Der Freundeskreis hat diese Maßnahme auch finanziell unterstützt.  

Jürgen Düsberg mit Unterstützung beim Transport des Steins

 

Unser wichtigstes und größtes Projekt allerdings ist die Neue Synagoge! Wir haben nach langer Vorlaufzeit nun die Möglichkeit, dem Wunsch der Jüdischen Gemeinde nachzukommen und eine sichere und langfristige Heimat im Kreis Unna zu schaffen. Ganz im Fokus steht dabei natürlich auch die synagogale Gestaltung zu einem Ort, an dem die Menschen gerne zusammen kommen, ihre Religion feiern, Gäste empfangen und so das Jüdische Leben in unseren Kreis Unna wieder herein zu tragen.

Lesen Sie bitte dazu weiter auf der Seite "Jüdisches Leben - Die Synagoge".